Jamdudel


____Die fliegenden Haendler von Karthago


Eigentlich war das folgende Bluff-Spiel 1997 fuer ein "Spiel im Heft" geplant. Im gleichen Jahr kam jedoch ein recht aehnliches Spiel heraus.

Seit 2005 findet sich nun auch ein Abdruck im Spielebuch ãJamdudel und 29 andere Spiele", erschienen beim Bambus Spieleverlag.

Die fliegenden Haendler von Karthago

Ein Kartenspiel fuer 4 bis 8 Haendler ab 6 Jahre. Spieldauer ca. 20 Minuten.

Erforderliches Material
72 Angebots-Karten 10 Schmuck-Karten oder 1 RommŽ-Spiel

Spielidee
4 bis 8 fliegende Haendler ziehen von Land zu Land und versuchen moeglichst viel Schmuck zu bekommen. Beim Handeln machen Sie ihre Angebote nach einem speziellen Ritual, bei dem Runde fuer Runde die schwaechsten Anbieter ausscheiden.
Nur wer ins Finale kommt und das beste Angebot macht, kann den Schmuck bekommen.

Spielvorbereitung
Jeder Haendler erhaelt einen Satz Angebot-Karten mit den Werten 1, 2, 3, 4, 6, 8, 10, 12, 15. Beim Rommé-Spiel erhaelt jeder 9 Karten mit den Werten 2 bis 10 einer Farbe. Jeder Haendler nimmt seine Angebot-Karten auf die Hand. Die 10 Schmuckkarten werden als offener Stapel in die Tischmitte gelegt. Beim Rommee-Spiel statt dessen 5 Asse und 5 Koenige.

Spielablauf
Jeder Haendler macht verdeckt ein Angebot. D.h. er legt eine oder mehrere Angebot-Karten verdeckt vor sich hin. Haben alle ihr Angebot gemacht wird aufgedeckt. Der Haendler mit dem schlechtesten Angebot scheidet aus. Haben mehrere Haendler das schlechteste Angebot gemacht (gleicher Wert), scheiden alle diese Haendler aus. Sind noch mehr als 2 Haendler im Spiel, wird erneut geboten (wie zuvor beschrieben). Allerdings duerfen die schon verwendeten Angebot-Karten nicht mehr verwendet werden. Erneut scheiden ein oder mehrere Haendler aus. Bleiben nur noch 2 uebrig kommt es zum Finale. Bleibt am ende nur ein Haendler uebrig, weil mehrere auf einmal ausgeschieden sind, ist dieser sofort Sieger und nimmt sich die oberste Schmuck-Karte. Ein Finale gibt es dann nicht.

Finale
Jeder der beiden Finalisten spielt gleichzeitig eine Karte offen aus. Ist eine der beiden Karten hoeher, steht der Sieger fest. Der nimmt sich dann die oberste Schmuck-Karte. Sind die Karten gleich hoch, wird wieder eine Karte ausgespielt. Das wiederholt sich solange bis der Sieger feststeht.

Anschliessend duerfen alle Spieler wieder ihre Angebot-Karten aufnehmen. Es folgt das Spiel um die naechste Schmuck-Karte, an dem sich alle Haendler wieder beteiligen duerfen. Sind alle 10 Schmuck-Karten vergeben, gewinnt der Spieler mit dem meisten Schmuck.

Besonderheiten
Laesst sich im Finale kein Sieger ermitteln, weil beide identische Karten haben, gibt es in diesem Spiel keinen Sieger. Im naechsten wird dann um 2 Schmuck-Karten gespielt. Hat ein Spieler zu viele Angebot-Karten benutzt und kann nicht mehr mitbieten, scheidet er in diesem Spiel aus.

(c) mschacht 1997